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8 Dinge, die ihr genießen solltet solange ihr noch keine Kinder habt

Geht es euch auch so, dass ihr manchmal nicht den Moment genießen könnt und in eurer aktuellen Situation unzufrieden seid, weil etwas anderes aus eurer Sicht besser wäre? Und euch dann der Wunsch nach diesem begehrten anderen davon abhält, das was ihr gerade habt zu genießen?

Ich kenne das von mir und beobachte das auch bei anderen. Neulich war eine gute Freundin zu Besuch. Ich kenne sie schon seit vielen Jahren und weiß, dass sie und ihr Mann sich auch Kinder wünschen. Sie versuchen es schon seit einiger Zeit, aber leider sollte es bislang nicht klappen. Sie ist sehr erfolgreich in ihrem Beruf, ist immer wieder auf spannenden Projektreisen und hat privat viele Hobbies und einen großen Freundeskreis. Im Grunde hat sie also sehr viel von dem, was man sich für ein erfülltes Leben wünschen kann. Wenn da nicht diese unerfüllte Sehnsucht nach einem eigenen Kind wäre.

Während ich mich manchmal durch meine Kleine sehr gefordert fühle und ich viele Freiheiten aus meinem alten Leben vermisse, wünscht sie sich nichts sehnlicher als mit mir zu tauschen und endlich auch eine Mama zu sein. Leider beschäftigt sie das Thema mittlerweile so sehr, dass sie darüber vergisst das HIER und JETZT zu genießen.

Wenn man ein Kind bekommt, verändert sich einfach alles. Darum sollte man unbedingt seine Unabhängigkeit genießen! Denn viele Dinge, die man mal für selbstverständlich hielt, sind mit Kind plötzlich vorbei:

Erstens:

In Ruhe essen. Mittags in der Kantine etwas Leckeres von der Tageskarte aussuchen, mit Kollegen beim Essen plaudern und über den neuesten Tratsch lachen

Heute stehe ich mittags meistens selbst daheim in der Küche und koche für meine Kleine und mich möglichst gesund und frisch. Bei anregenden Gesprächen in Ruhe essen? Eine Wunschvorstellung, wenn Dein Essens-Date gerade mal ein Jahr alt ist und es die ganze Konzentration erfordert, dass das Essen im Mund und nicht auf dem Boden landet.

Zweitens:

Spontan sein. Nach Büroschluss nochmal eben spontan in die Stadt zum Bummeln fahren oder sich mit einer Freundin treffen

Leider hat Mama niemals wirklich Feierabend. Mit Kind in die Stadt zum Shoppen? Funktioniert bei uns nur schlecht und wird spätestens beim Weg in die Umkleide zu einem eher nervigen Vorhaben. Ein Treffen mit einer Freundin muss mittlerweile geplant werden, denn auch eine Kinderbetreuung will organisiert sein.

Drittens:

Nachts durchschlafen und erst am Morgen wieder aufwachen, wenn der Wecker klingelt oder noch besser: Ausschlafen

Wir kommen dieser Sache nach über einem Jahr voller kurzer Nächte mit unruhigem Baby und aufwachen im 2-3 Stundentakt langsam wieder näher, sind aber doch noch ein ganzes Stück davon entfernt wirklich von Durchschlafen und erholten Nächten zu sprechen. Und allerspätestens um 7 Uhr ist hier sowieso nicht mehr an schlafen zu denken.

Viertens:

In Ruhe duschen und alleine auf’s Klo gehen

Beides ist derzeit eher Luxus. Entweder kratzt jemand von außen an der Tür, wenn es blöd läuft begleitet von einem lauten Weinen ODER noch besser, dieser Jemand ist mit von der Partie und starrt mich an, bevorzugt während ich auf der Toilette sitze.

Fünftens:

Sich einen antrinken und am nächsten Tag den Rausch ausschlafen

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist Alkohol ja sowieso tabu. Und danach? Verträgt man erstmal nicht mehr so viel und man überlegt es sich sehr gut, ob es einem das Wert ist. Denn um auf Punkt 3. Zurückzukommen: Die Nächte sind meist sehr durchwachsen und gegen 7 Uhr sowieso vorbei.

Sechstens:

Zweisamkeit mit dem Partner haben und genießen

Zeit zu zweit ist mittlerweile ein kleiner Luxus, den man sich erkämpfen muss. Denn das Kind will betreut werden und wenn es abends im Bett ist gibt es immer irgendwas, worum man sich noch kümmern müsste. Wie machen das eigentlich Leute mit mehreren Kindern oder mit Familienbett?!

Siebtens:

Einkaufen gehen, ohne dass jemand die Einkäufe wieder aus dem Wagen schmeißt, ständig versucht auszubüchsen oder den ganzen Laden zusammenschreit weil’s keinen Spaß macht

Wenn ich andere Mütter mit ihren braven Kindern im Einkaufswagen sitzend beobachte, scheint dies wohl eine Spezialität vom kleinen Fräulein zu sein im Supermarkt komplett auszurasten. Ich habe Supermärkte schon während meiner kinderlosen Zeit gemieden und war vom Einkaufen genervt. Aber mit ihr kann es zu einer nervlichen Zerreisprobe werden.

Achtens:

Ausgiebige Outdoor-Aktivitäten wie lange Radtouren, Wanderungen, Skifahren oder mit dem Boot raus auf’s Wasser

Die Hälfte der oben benannten Aktivitäten sind mit Baby oder Kleinkind schlichtweg unmöglich. Die andere Hälfte der Aktivitäten macht bei uns nur Spaß, wenn das kleine Fräulein gute Laune hat und wir eine kindgerechte Minitour planen. Ewig im Fahrradanhänger sitzen? Langweilig! Daher verändern sich die Touren auch mit Kind: Wo bitte geht’s zum nächsten Spielplatz?

Oh ja, was waren das für tolle Zeiten und auch ich habe sie damals nicht genug zu schätzen gewusst. Und heute? Mein Alltag hat sich mit meiner Kleinen so sehr verändert. Es ist der absolute Wahnsinn, extrem anstrengend und wunderschön zugleich! Aber es gibt eben auch Dinge aus meinem kinderlosen Leben, die ich heute mehr genießen würde.

Also falls ihr noch keine Kinder habt, genießt eure Freiheiten! Ihr habt schon Kinder? Dann würde mich brennend interessieren, was ihr aus eurer kinderlosen Zeit so vermisst?

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