Startseite » 8 Tipps für ein kindersicheres Zuhause

8 Tipps für ein kindersicheres Zuhause

Jährlich passieren schon bei Krabbelkindern unglaublich viele Unfälle im Haushalt. Als das kleine Fräulein so langsam damit anfing sich fortzubewegen, haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht, was wir wie in unserem Zuhause verändern müssen, um mögliche Gefahrenquellen auszuschließen. Mittlerweile ist sie mobil und findet trotz unserer Vorkehrungen immer wieder neue DInge, die nicht für sie gedacht sind.

Aus der Sicht des Kindes sehen

Als Erwachsener nimmt man seine Umgebung von oben ganz anders wahr als ein Krabbelkind. Es macht daher auf jeden Fall Sinn, die eigenen vier Wände mal auf Knien zu erkunden. Es eröffnet sich eine ganz neue Perspektive. Was kann man alles erreichen? Was könnte zu Verletzungen führen?

Kindersichere Steckdosen und Kabel

Ein Steckdosenschutz ist wahrscheinlich eines der ersten Dinge, die wir Eltern anbringen. Schließlich beobachten unsere Kleinen täglich, wie wir Geräte an Steckdosen anschließen und häufig wollen sie unsere Handlungen nachahmen. Geräte sollten nicht dauerhaft an der Steckdose angeschlossen sein. Kabel und Schnüre sollten außer Reichweite verborgen werden, so das unsere Kleinen nicht in Versuchung kommen, darauf herumzukauen.

Möbel kippsicher fixieren und Kanten sowie Ecken abpolstern

Krabbelkinder lieben es, ihre Welt zu erkunden und ziehen sich dabei auch gerne an Möbeln hoch, um spannende Dinge genauer zu betrachten. Regale und Kommoden sollten daher zur Sicherheit kippsicher montiert werden, damit sie bei den ersten Kletterversuchen nicht umkippen. Wie sind die Regale eingeräumt? Könnten schwere oder zerbrechliche Gegenstände aus einem Regal gezogen werden und dabei auf das Kind fallen? Zum Abpolstern von Kanten und Ecken bietet der Handel viele Lösungen mit speziellem Zubehör. Alternativ kann man auch Schaumstoff oder Kissen nutzen.

Schränke und Schubladen sichern

Hier waren wir wirklich schlecht vorbereitet! Das kleine Fräulein liebt Schubladen und bislang blieb der Lerneffekt aus, dass ein eingeklemmter Finger ganz schön weh tun kann. Schubladen sollten mit einer Sperre ausgestattet sein, damit sie nicht herausrutschen und noch wichtiger ist, dass die Kleinen nicht an Gegenstände und Materialien kommen, die gefährlich für sie werden könnten (Putzmittel, Medikamente etc.).

Treppen- und Türschutz

Treppenschutzgitter sind sinnvoll, um die Sturzgefahr einzudämmen. Besonders Türschutzgitter sind eine wunderbare Erfindung, um den Zugang zu bestimmten Räumen zu versperren oder anders herum, um das Verlassen eines Raumes (und damit verbundene, unerwünschte Ausflüge) zu verhindern. Solche Gitter sind in der Neuanschaffung recht teuer, aber gebraucht zu einem wirklich guten Preis zu bekommen! Türen sollten zudem mit einem Klemmschutz bzw. Türstopper ausgestattet werden, um das Risiko von eingeklemmten Fingern zu minimieren. Tür auf, Tür zu kann ein faszinierendes Spiel sein.

Kindersicherheit in der Küche

Hier geht es heiß her! Beim Kochen sollten Griffe und Stiele von Pfannen und Töpfe nach hinten gedreht werden. Spülmaschine und Backofen sollten stets geschlossen sein. So ein Backofen kann ganz schön heiß werden, daher wäre die Anschaffung eines Herdschutzgitters sicher eine gute Überlegung. Wir haben die Küche für das kleine Fräulein zur absoluten Sperrzone erklärt. Seither ist es für alle viel entspannter, da sie aus sicherer Entfernung vom Türschutzgitter aus dem Geschehen folgt, statt uns zwischen den Füßen herumzukrabbeln.

Balkon und Garten absichern

Schon im Krabbelalter kommen die Kleinen auch draußen auf die kreativsten Ideen und wollen alles erkunden.  Wichtig ist daher, Gartengeräte nicht offen herumliegen zu lassen. Gewässer (Schwimmbecken, Teich oder Brunnen) sollten unbedingt unzugänglich abgesichert werden, beispielsweise durch einen Zaun. Ich war sehr erstaunt, von wie vielen Giftpflanzen wir umgeben sind. Also prüft sorgsam, was in eurem Garten wächst und eventuell besser entsorgt werden sollte.

Deko-Artikel und andere reizvolle Sachen

Erst seit ich selbst Mutter bin ist mir aufgefallen, dass in einem Haushalt mit kleinen Kindern manche Sachen kaum zu finden sind. Eine Tischdecke, wenn der Tisch gedeckt ist – eine ganz schlechte Idee. Der Versuch, sich daran hochzuziehen kann ganz schön böse ausgehen. Eine Vase im unteren Regalfach? Ebenfalls eine schlechte Idee. Topfpflanzen am Boden? Bei uns trotz Strumpfhose über dem Topf eine wirklich sehr schlechte Idee. Ein Schuhregal kann eine sehr magische Anziehungskraft haben. Und wer Spaß daran hat, sein Bücherregal täglich neu einzuräumen, kann gerne die unteren Fächer mit Büchern befüllen.

Es gibt unendlich viele Sicherheitsvorkehrungen, die man treffen könnte. Für uns und unser Zuhause waren das die wichtigsten Maßnahmen. Jeder sollte für sich prüfen, welche Maßnahmen zum Alter des Kindes und der eigenen Wohnsituation passen. Und trotz alledem, was wir unternehmen könnten um unser Heim kindersicher zu gestalten, sollten wir schon den Kleinsten alles erklären, auf mögliche Gefahren hinweisen und sie immer gut im Auge behalten.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.