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Kind und Karriere: Der berufliche Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Kind und Karriere: Der berufliche Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Vermutlich können die meisten Mamas etwas zum Thema Kind und Karriere erzählen. Denn die Mehrheit von uns stand vor der Babypause fest im Berufsleben.

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich in den letzten Jahren einiges in unserer Gesellschaft getan. Glücklicherweise haben Familien mittlerweile mehr Möglichkeiten Kind und Karriere zu vereinen. Zumindest in der Theorie. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Auch wenn die Familienzeit kostbar ist und wahrscheinlich die wenigsten Mamas die Elternzeit missen möchten, beschäftigen sich doch die meisten von uns früher oder später mit der Frage, welche Möglichkeiten es für die Rückkehr ins Berufsleben gibt ohne dabei den Nachwuchs zu vernachlässigen. Während es für die eine Mama total easy ist wieder den Anschluss zu finden kann es für die andere Mama die totale Ernüchterung bedeuten.

Meine Tochter ist nun bald zweieinhalb Jahre alt und ich habe für mich irgendwie noch nicht den richtigen Weg zurück in ein zufriedenes Berufsleben nach der Elternzeit gefunden.

Vor meiner Zeit als Mama stand ich mit beiden Beinen fest im Berufsleben

Ich habe viel Zeit und Energie in meine Ausbildung gesteckt um mir beruflich etwas aufzubauen. Zuletzt waren eine Festanstellung in Vollzeit, spannende Aufgaben und nette Kollegen die Hauptbestandteile meines Alltags. Dann kam das Kind, die Babypause, der Umzug in eine andere Stadt und damit das berufliche NICHTS. Klingt dramatisch und ein wenig nach Selbstmitleid? Vermutlich stimmt beides ein bisschen.

Es wäre ein leichtes gewesen wieder bei meinem alten Arbeitgeber ins Berufsleben zurückzukehren. Sicher nicht in der gleichen Position und auch nicht mit derselben Verantwortung, aber es hätte sich eine Teilzeit-Stelle für mich gefunden. Von dieser Option musste ich mich spätestens mit dem Umzug verabschieden, denn mein alter Arbeitgeber ist zum Pendeln viel zu weit von unserer neuen Heimat entfernt. Also was nun?

Mama mit Kleinkind sucht flexible Teilzeitstelle mit spannenden Aufgaben in Festanstellung

So oder so ähnlich lautet vermutlich das Stellengesuch von vielen Mamas. Ich muss mir selbst fast das Lachen verkneifen, wenn ich das lese. Mir ist durchaus bewusst, dass es mit einem Zeitbudget von nur wenigen Stunden pro Woche verdammt schwierig ist etwas zu finden, das nur annähernd an diese Vorstellung herankommt.

Ich habe das Träumen trotzdem noch nicht so ganz aufgegeben. Auch wenn mir der Blick in die lokalen Stellenanzeigen immer wieder verrät, wie schwierig es wird. Es werden zwar zahlreiche Mitarbeiter gesucht, nur dummerweise in Bereichen mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann. Die meisten Jobs sind so weit weg von dem was ich bisher gemacht habe, dass meine Ausbildung dafür total uninteressant ist.

Ich bin offen für Neues und freue mich sogar, mal etwas anderes auszuprobieren. Aber sollte die Arbeit nicht auch Spaß machen? Und ab wann sollte man Kompromisse eingehen? Und wenn man Kompromisse eingeht, dann welche? Vermutlich sind das die klassischen Fragen auf der Suche nach einer neuen Stelle. Aber mit Kind wird es nochmal komplizierter.

Wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Herausforderung wird

Anerkennung, finanzielle Unabhängigkeit, Wertschätzung? Ich versuche mir ins Gedächtnis zu rufen was mir wirklich wichtig ist: Ich will für mein Kind da sein. Ich will ein Teil von ihrem Alltag sein und sie intensiv begleiten.

Aber ich will auch gefordert werden, nicht nur Mama sein. Kollegen haben. Einem Beruf nachgehen, der mich begeistert, der mir Spaß macht und der mich weiterbringt. Ich möchte mein eigenes Geld verdienen. Ich möchte einen Ausgleich zu meinem Mamaleben haben.

Wenn ich mich umschaue und beobachte, wie andere Frauen die Rückkehr ins Berufsleben meistern frage ich mich häufig, warum ich für uns noch keine Lösung gefunden habe, die sich richtig gut anfühlt.

Viele Frauen haben die Möglichkeit in Teilzeit oder stundenweise im Minijob in ihr altes Unternehmen zurückzukehren. Manche setzen verstärkt auf Fremdbetreuung und steigen schon bald wieder Vollzeit ins Berufsleben ein. Wieder andere haben das Glück der Selbstständigkeit und können sich so ihre Zeit freier einteilen.

Sollte ich mir das mit der Teilzeitarbeit abschminken? Sollte ich noch mehr auf Fremdbetreuung setzen um meine Jobchancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen? Fragen über Fragen. Nur die richtige Lösung ist noch nicht in Sicht.

Zufriedenheit im Beruf UND Zeit für die Familie. Das muss doch irgendwie beides gehen.

Wie ging es euch mit der Rückkehr ins Berufsleben? Habt ihr für euch den richtigen Weg gefunden?

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Kind & Karriere: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

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