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Provokationstest bei Nahrungsmittelunverträglichkeit

Provokationstest bei Nahrungsmittelunverträglichkeit

Vor ein paar Wochen hatte ich euch davon erzählt, dass unsere Tochter an Neurodermitis in Kombination mit Lebensmittelunverträglichkeiten leidet. Ich habe daraufhin ganz liebe Mails von anderen Mamas erhalten, die mir von ihren Erfahrungen berichtet und auch Tipps gegeben haben. Vielen lieben Dank für diese tollen Mutmacher!

Weniger Neurodermitisschübe dank Ernährungsumstellung

Der Alltag mit unserem Kratzekind hat sich merklich entspannt, seit wir die Ernährung unserer Kleinen komplett umgestellt haben und penibel genau darauf achten was sie zu sich nimmt. Durch eine Blutuntersuchung (RAST = Radio-Allergo-Sorbent-Test) wissen wir, dass sie sensibel auf Hühnerei, Kuhmilch und Weizen reagiert. Also verzichtet das kleine Fräulein seither auf alles, was nur die geringste Spur davon beinhaltet. Damit unsere Kleine trotz dieser Diät gut versorgt ist, haben wir uns Unterstützung durch eine Ernährungsberaterin geholt.

Das Ergebnis: Ihre Haut ist seither so viel besser geworden. Seit Wochen fast kein Kratzen mehr und auf cortisonhaltige Creme mussten wir schon lange nicht mehr zurückgreifen.

Was die Ernährung betrifft haben wir uns trotz der Einschränkungen gut eingerichtet und auch einen tollen Biobäcker in der Nähe, bei dem wir leckeres Brot und sogar Brötchen finden. Ich kann also sagen, dass es derzeit echt gut läuft.

Was uns allerdings große Sorge bereitet: Wir wissen nicht, welche Auswirkungen es auf unsere Kleine hat, wenn sie doch etwas Falsches zu sich nimmt. Kuhmilch und Hühnereier kennt ihr Körper nur über die Muttermilch gefiltert und davon bekam sie schon Hautausschläge. Dinkel (eine Weizenart) hat sie schon in kleinen Mengen gegessen mit dem Ergebnis, dass sie rote Pusteln  bekam und ihr Gesicht angeschwollen ist. Was könnte also mit ihr passieren? Passiert nichts? Oder bekommt sie einen allergischen Schock?

Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie

Bislang haben wir durch eine Blutuntersuchung mittels IgE-Test nur die Gewissheit, dass beim kleinen Fräulein bei bestimmten Lebensmitteln eine Sensibilisierung vorliegt, also eine Lebensmittelunverträglichkeit besteht. Das heißt aber noch lange nicht, dass es sich dabei um eine echte Allergie handelt und ihr Körper beim Verzehr von bedenklichen Lebensmitteln mit einer allergischen Reaktion oder – noch schlimmer – mit einem allergischen Schock reagiert. Erst wenn ihr Körper eine Reaktion zeigt, beispielsweise durch rote Pusteln, einer Schwellung oder Schlimmeres, spricht man tatsächlich von einer Allergie.

Warum ein Provokationstest sinnvoll ist

Natürlich können wir das kleine Fräulein nicht ewig auf „Diät“ setzen und alles weglassen, auf das sie allergisch reagieren könnte. Um mehr Gewissheit zu erlangen bleibt uns nur die Möglichkeit, die auffälligen Lebensmittel wieder auszuprobieren.

Eine Provokation sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt durchgeführt werden. Möglicherweise ist dabei auch eine ärztliche Überwachung sinnvoll, damit im Fall der Fälle schnell medizinische Hilfe geleistet werden kann.

Die gezielte Wiedereinführung der weggelassenen Lebensmittel durch einen Provokationstest ist sehr wichtig, denn ein Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel bedeutet gleichzeitig auch ein Verzicht auf bestimmte Nährstoffe.

Warum sollte man dauerhaft eine Diät halten, wenn gar keine Allergie besteht und somit kein Verzicht nötig wäre? Weniger Verzicht bedeutet auch mehr Freiheit beim Essen und damit verbunden eine Steigerung der Lebensqualität.

So geht es für uns in den nächsten Monaten weiter

Der nächste Schritt wird für uns also sein, dass bei unserer Kleinen ein Provokationstest unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird.

Das wird uns die nächsten Monate beschäftigen, denn die weggelassenen Lebensmittel (Kuhmilch, Hühnerei und Weizen) werden einzeln eingeführt. Neben einer möglichen kurzfristigen allergischen Reaktion müssen wir zudem auch schauen, welche Auswirkungen jedes einzelne Lebensmittel auf die Haut unserer Kleinen hat und wie sich ihr Hautbild in den folgenden Wochen entwickelt.

Die Anspannung ist groß und gleichzeitig ich bin auch voller Hoffnung, dass der Körper meiner Kleinen keine Reaktionen zeigt. Vielleicht haben sich die Lebensmittelallergien verwachsen? Das wäre eine große Erleichterung! Wir sind also gespannt!

Dein Kind hat auch Neurodermitis und/oder ist von Lebensmittelallergien betroffen? Nutze diesen Blog als Plattform! Wenn Du eure Geschichte hier erzählen und Deine Erfahrungen mit anderen teilen möchtest, dann schreibe mir eine E-Mail an nadine@familiendingsbums.de.

 

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Provokationstest bei Nahrungsmittelallergie

 

One comment

  1. Stephanie says:

    Ach, die Arme! Ich bin froh, dass ihr einen Weg gefunden hat mit den Unverträglichkeiten umzugehen.
    Ich hatte auch jahrelang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Neurodermitis zu kämpfen. Was ich daraus gelernt habe, ist, dass ich mich viel bewusster ernähre. Fertiggerichte und Co. kommen bei mir nicht mehr auf den Teller. Außerdem habe ich mich vermehrt mit Bioresonaz beschäftigt, welche auch zu einer Besserung beigetragen hat. Hier findest du mehr Infos darüber.
    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute.
    Liebe Grüße,
    Stephanie

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