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Wenn der Kinderarzt krank macht

Wenn der Besuch beim Kinderarzt krank macht

Vor ein paar Tagen hatten wir mit unserer Kleinen einen Routinetermin beim Kinderarzt. Bis dahin war sie richtig fit. Es war nicht das kleinste Anzeichen einer Erkältung oder irgendeiner anderen Erkrankung zu erkennen.

So und was ist dann nach dem Arztbesuch passiert? (Trommelwirbel): Ganz genau, das kleine Fräulein war (mal wieder) krank. Mit dem gesunden Kind zum Kinderarzt und danach krank! Wie ich das liebe!

Seit einiger Zeit haben wir wiederholt das Problem, dass ich mit einem gesunden Kind zum Arzt gehe und zwei Tage später mit einem fiebrig-kranken Kind wieder beim Arzt im Wartezimmer sitze. Kennt ihr das auch?

Natürlich achte ich darauf, dass das kleine Fräulein in der Praxis nicht alles anfasst und sich von anderen Kindern so gut es geht fern hält. Aber wie verbietet man einem aufgeweckten und interessierten Mädchen im Alter von fast 1,5 Jahren in einem Wartezimmer voller Spielzeug auf Entdeckungstour zu gehen? Das ist fast unmöglich. Und vielleicht liegt auch da eines der Kernprobleme. Bei unserem Arzt gibt es EIN Wartezimmer für alle kleinen Patienten. Vermutlich tummelt sich dort so einiges an Krankheitserregern.

Den Höhepunkt hatten wir vor zwei Wochen erreicht, als eine Mutter mit ihrem an Magen-Darm erkrankten Kind schnell zur Toilette eilen wollte, als sich das Kind übergeben musste. Um sich zu schützen, hielt sie es mit ausgestreckten Armen von sich weg. Dummerweise musste sich das Kind genau in dem Moment übergeben, als ihr Weg zu den Waschräumen den meiner Tochter kreuzte und Volltreffer: Das Kind hat meiner Kleinen genau auf den Kopf gekotzt! Ich dachte echt, ich bin im falschen Film. Reue oder Mitgefühl bei den Eltern des kotzenden Kindes? Sich entschuldigen? Keine Spur! Die waren eher belustigt und der Meinung, sowas „kann ja mal passieren“. Zum Glück war das Praxisteam sehr hilfsbereit und hat sein möglichstes getan, meine Kleine schnell zu reinigen und zu desinfizieren. Und tatsächlich hatte sie sich ausnahmsweise in diesem Fall nicht angesteckt!

Mittlerweile bin ich auf einen Besuch beim Kinderarzt besser vorbereitet: Die Hände werden direkt beim Verlassen der Praxis desinfiziert und ich achte darauf, dass meine Kleine nicht alles anfasst und sich so gut es geht von anderen Kindern fern hält. Und ich habe wieder Wechselklamotten dabei. Die hatten mir nämlich bei oben beschriebenen Vorfall gefehlt.

Trotzdem wurde das kleine Fräulein auch nach dem letzten Besuch beim Kinderarzt krank. Die letzten Tage hatte ich ein fiebriges Kind daheim, was einfach nur anstrengend ist. Natürlich tut es mir sehr leid, wenn es ihr nicht gut geht. Aber auch für mich als Mutter ist es die reinste Hölle. Kranktage sind Höllentage. Was macht man mit einem fiebrig quengelnden Kind? Nicht viel. Hoffen, dass es schnell besser wird und man den Tag übersteht.

Der Kinderarzt hat mir geraten, Routinetermine künftig gleich um 8 Uhr in der Früh oder zur Mittagszeit zu vereinbaren, wenn wenig Verkehr in der Praxis ist. Vor Kurzem waren wir außerhalb der Sprechzeiten in der Praxis, nur die Ärzte waren anwesend und das kleine Fräulein wurde nicht einmal untersucht. Und trotzdem wurde sie danach krank. Bringt also auch nichts.

Weder das Team noch die Praxis machen auf mich den Eindruck, als würde man dort nicht auf Hygiene achten. Aber langsam komme ich trotzdem ins Zweifeln. Warum erwischt es meine Kleine immer wieder?

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Besuch beim Kinderarzt? Wie schützt ihr euch und euer Kind vor den Viren und Bakterien, die in so einer Praxis lauern?

Nächste Woche muss ich Unterlagen in der Praxis abholen. Meine Kleine werde ich diesmal garantiert nicht mitnehmen.

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Wenn der Besuch beim Kinderarzt krank macht: Unsere Erfahrungen und worauf wir achten

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